YASEK MANZANO
Jazztrompeter
Musik
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Amnios
YASEK MANZANO
375
Congo Bronx
YASEK MANZANO
560
Extraña Melancolia
YASEK MANZANO
332
Yasek Manzano, der aufregendste junge Trompeter, den Kuba im letzten Jahrzehnt produziert hat, lässt es durchaus zu, als „Jazzer“ bezeichnet zu werden, sagt aber: „Ich bin auch klassischer Musiker. Ich mag im Grunde jede Musik.“ Seine Eltern waren keine Musiker – sein Vater unterrichtete Physik, seine Mutter Chemie – aber die Kunst war auch ihnen nicht fremd: Beide wirkten während des Studiums in einem Theaterensemble mit. Auf jeden Fall war klar, dass ihr Sohn für die Musikerlaufbahn bestimmt war. Den Jazz lernte er durch Bobby Carcassés kennen, den Trompeter, der 1980 – Yasek Manzanos Geburtsjahr – das bahnbrechende Jazz Plaza Festival in Havanna ins Leben rief. Mit 13 Jahren gesellte sich Manzano beim Jazz Plaza zu Carcassés und seiner Band auf die Bühne, zwei Jahre später, 1995, noch einmal.
Manzano studierte am Konservatorium Aléjandro García Caturla in Marianao Trompete und besuchte anschließend das Konservatorium Amadeo Roldan. Noch als Teenager, vor und nach dem Militärdienst, arbeitete er mit dem afrokubanischen Perkussionisten, Komponisten und Arrangeur Oscar („Oscarito“) Valdés zusammen. Er erschien mit Valdés und dessen Gruppe Diakara auf dem Album Un Africano en la Habana. „Das war eine sehr wichtige Erfahrung für mich“, sagt Manzano. „Danach konnte ich mich als Komponist weiterentwickeln.“
Eines Abends, er war kaum 17 Jahre alt, fand sich Manzano in einer Jamsession in Havannas berühmtem Jazzklub La Zorra y El Cuervo wieder, mit dem legendären amerikanischen Trompeter Wynton Marsalis. „Irgendwie war ich mutig – oder dreist – genug, ihm direkt gegenüberzutreten“, erinnert sich Manzano. Im gleichen Jahr sorgte seine Dreistigkeit für ein Zusammentreffen mit einem weiteren US-Jazzstar, Roy Hargrove, der ebenso beeindruckt vom Talent des kubanischen Kids war.
Manzano beschloss, in die USA zu gehen, um „die Wurzeln des Jazz kennenzulernen, Louis Armstrong, um zu schauen, was in New Orleans los war, und so weiter.“ 2001 gewann er ein Stipendium für die Julliard-Musikhochschule. Nach seinen amerikanischen Einflüssen befragt, nennt er sehr schnell Miles Davis. „Natürlich war – ist – Miles der absolute Bezugspunkt für jeden Jazztrompeter“, sagt er. „Miles hatte Mut. Ein perfekter Sound war ihm nicht wichtig, er spielte, was er fühlte. Mir gefällt die Periode, als er mit John Coltrane, Gil Evans und Cannonball Adderly spielte [Ende der 1950er], und auch, als Miles mit Wayne Shorter und Herbie Hancock spielte [1964-68].“
In New York machte Manzano auch Wynton Marsalis ausfindig. Wie das Glück es wollte, erinnerte Marsalis sich absolut nicht an das erste Zusammentreffen vier Jahre zuvor. Manzano musste noch einmal vorspielen, doch Marsalis war schnell überzeugt. Er akzeptierte Manzano als Schüler.
Manzano studierte am Konservatorium Aléjandro García Caturla in Marianao Trompete und besuchte anschließend das Konservatorium Amadeo Roldan. Noch als Teenager, vor und nach dem Militärdienst, arbeitete er mit dem afrokubanischen Perkussionisten, Komponisten und Arrangeur Oscar („Oscarito“) Valdés zusammen. Er erschien mit Valdés und dessen Gruppe Diakara auf dem Album Un Africano en la Habana. „Das war eine sehr wichtige Erfahrung für mich“, sagt Manzano. „Danach konnte ich mich als Komponist weiterentwickeln.“
Eines Abends, er war kaum 17 Jahre alt, fand sich Manzano in einer Jamsession in Havannas berühmtem Jazzklub La Zorra y El Cuervo wieder, mit dem legendären amerikanischen Trompeter Wynton Marsalis. „Irgendwie war ich mutig – oder dreist – genug, ihm direkt gegenüberzutreten“, erinnert sich Manzano. Im gleichen Jahr sorgte seine Dreistigkeit für ein Zusammentreffen mit einem weiteren US-Jazzstar, Roy Hargrove, der ebenso beeindruckt vom Talent des kubanischen Kids war.
Manzano beschloss, in die USA zu gehen, um „die Wurzeln des Jazz kennenzulernen, Louis Armstrong, um zu schauen, was in New Orleans los war, und so weiter.“ 2001 gewann er ein Stipendium für die Julliard-Musikhochschule. Nach seinen amerikanischen Einflüssen befragt, nennt er sehr schnell Miles Davis. „Natürlich war – ist – Miles der absolute Bezugspunkt für jeden Jazztrompeter“, sagt er. „Miles hatte Mut. Ein perfekter Sound war ihm nicht wichtig, er spielte, was er fühlte. Mir gefällt die Periode, als er mit John Coltrane, Gil Evans und Cannonball Adderly spielte [Ende der 1950er], und auch, als Miles mit Wayne Shorter und Herbie Hancock spielte [1964-68].“
In New York machte Manzano auch Wynton Marsalis ausfindig. Wie das Glück es wollte, erinnerte Marsalis sich absolut nicht an das erste Zusammentreffen vier Jahre zuvor. Manzano musste noch einmal vorspielen, doch Marsalis war schnell überzeugt. Er akzeptierte Manzano als Schüler.
2004 kehrte Manzano nach Havanna zurück und begann, mit den besten jungen Jazztalenten Kubas zusammenzuarbeiten. In den folgenden fünf Jahren spielte er praktisch mit jedem, probierte verschiedene Ensembles aus. Manchmal schien es, als sei er nach Havanna zurückgekehrt, um den Formalismus wieder zu verlernen, den er sich in den Vereinigten Staaten angeeignet hatte. „Hier in Havanna kann ich Musiker auf der Straße treffen, am Malecón, Gitarristen oder Trova-Sänger, und ich kann kubanische und jede andere Musik mit ihnen spielen, wie es mir gefällt“, sagt Manzano. „Ich lerne vom Spielen mit Musikern im Studio, aber ich lerne auch viel beim Musizieren auf der Straße.“
Manzanos erste Platte unter seinem eigenen Namen entstand, nachdem er 2003 den Jojazz-Wettbewerb in Havanna gewonnen hatte. Er teilte sich den Preis und die Aufnahme mit dem Altsaxofonisten Roberto Martínez, der sechs Songs zum Album Jojazz beisteuerte, während Manzano für fünf Stücke verantwortlich zeichnete. „Ich hatte die Chance, eine Platte zu machen, und die habe ich genutzt“, erinnert sich Manzano. „Ich hatte kaum Erfahrungen als Komponist.“
Für sein neues Projekt hat Manzano größere Ambitionen – er arbeitete daran, als Havana Cultura ihn interviewte. Wir trafen ihn am Stadtstrand, wo er sich gern mit und ohne Trompete fit hält. „Ich komme jetzt seltener, denn ich habe ein paar neue Instrumente und will nicht, dass sie an der salzigen Luft korrodieren“, sagte er.
Manzano lacht gern und viel und trägt eine schwere Brille, die an Dizzy Gillespie erinnert. Wir folgten ihm zum Abdala, einem der neueren und besser ausgestatteten Aufnahmestudios in Havanna. Manzano wurde von einem Quintett begleitet, bestehend aus ihm selbst an der Trompete, Raciel Jimenez am Schlagzeug, David Faya am Bass, Delvis Ponce am Saxofon, Edgar Martinez an den Perkussionsinstrumenten und Jorge Luis Pacheco am Keyboard.
Wir waren nicht sicher, wie viel Manzano uns würde zeigen können – er war damit beschäftigt, an Knöpfen zu drehen und Aufnahmen von vorausgegangenen Sessions zu mischen. Doch ganz offensichtlich spielt er so gern Trompete, dass er keine Gelegenheit dazu verpasst. Ohne jede Vorwarnung improvisierte er eine mitreißende Version von „Stormy Weather“ – nur für uns.
Manzanos erste Platte unter seinem eigenen Namen entstand, nachdem er 2003 den Jojazz-Wettbewerb in Havanna gewonnen hatte. Er teilte sich den Preis und die Aufnahme mit dem Altsaxofonisten Roberto Martínez, der sechs Songs zum Album Jojazz beisteuerte, während Manzano für fünf Stücke verantwortlich zeichnete. „Ich hatte die Chance, eine Platte zu machen, und die habe ich genutzt“, erinnert sich Manzano. „Ich hatte kaum Erfahrungen als Komponist.“
Für sein neues Projekt hat Manzano größere Ambitionen – er arbeitete daran, als Havana Cultura ihn interviewte. Wir trafen ihn am Stadtstrand, wo er sich gern mit und ohne Trompete fit hält. „Ich komme jetzt seltener, denn ich habe ein paar neue Instrumente und will nicht, dass sie an der salzigen Luft korrodieren“, sagte er.
Manzano lacht gern und viel und trägt eine schwere Brille, die an Dizzy Gillespie erinnert. Wir folgten ihm zum Abdala, einem der neueren und besser ausgestatteten Aufnahmestudios in Havanna. Manzano wurde von einem Quintett begleitet, bestehend aus ihm selbst an der Trompete, Raciel Jimenez am Schlagzeug, David Faya am Bass, Delvis Ponce am Saxofon, Edgar Martinez an den Perkussionsinstrumenten und Jorge Luis Pacheco am Keyboard.
Wir waren nicht sicher, wie viel Manzano uns würde zeigen können – er war damit beschäftigt, an Knöpfen zu drehen und Aufnahmen von vorausgegangenen Sessions zu mischen. Doch ganz offensichtlich spielt er so gern Trompete, dass er keine Gelegenheit dazu verpasst. Ohne jede Vorwarnung improvisierte er eine mitreißende Version von „Stormy Weather“ – nur für uns.
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