Raul Paz : eine kubanische Musike ursprünglichen Havana-Cultura - William Vivanco : kubanischer Sänger den Song Cimarrón.

X ALFONSO

Sänger - Komponist - Produzent

X Alfonso interview
X Alfonso interview
00:07:28
Habana
Habana
00:04:39
Civilización
Civilización
00:03:49
Musik
0:00 / 0:00
Vuelo centro ciudad
X ALFONSO
277
Computecni (Salvando el alma)
X ALFONSO
252
Se nos va
X ALFONSO
282

Es gibt wohl kaum einen merkwürdigeren Veranstaltungsort als Havannas Jardines de La Tropical, ein ehemaliger Biergarten am Ufer des Almendares, der mit Dschungellianen überwachsen ist – ein Ort, an dem Tarzan der Affenmensch Rave-Partys bei Mondlicht feiern könnte.

Der legendäre Status von Los Jardines entstand in den 1940er Jahren, als Mambo-Pionier Arsenio Rodríguez hier sonntags zum Tanz aufspielte, weil kein anderer Veranstaltungsort in Havanna afrokubanische Zuschauer zuließ, ganz zu schweigen von afrokubanischen Musikern. Man könnte argumentieren, dass Fusion, sowohl in ethnischer wie in musikalischer Hinsicht, im Los Jardines de La Tropical geboren wurde.

An einem Nachmittag, als die untergehende Sonne schon Schatten auf das Grün der vielen Pflanzen warf, strömte vor kurzem ein junges Publikum ins Los Jardines, um X Alfonso zu sehen, dessen Musik ein gutes Barometer für die Bedeutung der afrokubanischen Fusion darstellt. Außerdem ist er, was Havanna angeht, ein Superstar. Das Konzert sollte erst in über zwei Stunden losgehen, aber der Tanzboden füllte sich schnell. Wer zur Bühne schaute, konnte X („Equis“ gesprochen) Alfonso sehen, der Verstärker und anderes Equipment heranschleppte. Man hätte ihn mit einem seiner Roadies verwechseln können – wenn er denn Roadies gehabt hätte. Jedenfalls schien es niemand zu merken. Oder vielleicht wollten die Leute den Mann nur bei der Arbeit in Ruhe lassen – dies ist schließlich Havanna.

Ein paar Stunden später ist die Zeit zum Nichtaufpassen vorüber. X steigt auf die Bühne, und die Menge brüllt begeistert. Hip-Hop, Son, Reggae, Jazz, Rock… Es ist ein heißer afrokubanischer Dschungel-Mix, und die Leute im Los Jardines können gar nicht genug davon kriegen. Projizierte Bilder zeigen Kunstwerke (von X selbst) oder spiegeln die Songtexte wider, die jeder auswendig zu kennen scheint. X ist beim Rap ebenso zu Hause wie bei Liebesballaden. Die Zahl der Musiker auf der Bühne verändert sich ständig. Irgendwann sind auch seine Eltern mit dabei, Carlos Alfonso und Ele Valdés, Gründer der Band Sintesis, in der X 1990 erste professionelle Erfahrungen sammelte.

Man könnte sagen, dass X Alfonso in eine Welt der Fusion hineingeboren wurde. Nach dem Studium des klassischen Klaviers spielte und komponierte er zunächst mit Sintesis. („Meine Eltern mischten symphonischen Rock mit den afrikanischen Wurzeln Kubas.“) Dann schloss er sich der Jazzband Estado de Animo an, mit Roberto Carcassés, Descemer Bueno und Elmer Ferrer. 1992 gründete er ein christliches Rock-Trio (finanziert von der katholischen Kirche), in dem er als Bassist, Komponist und Arrangeur mitwirkte. Im darauffolgenden Jahr war er bereit, seine Solokarriere zu starten: Er lud Maler, Rapper und Tänzer auf die Bühne ein und projizierte seine eigenen Videos hinter sie – wie er es auch heute noch tut. Er kombinierte auch Musik für mehrere Tanzensembles und steuerte 2005 neun Songs für den Film „Havanna Blues“ bei – hierfür wurde er mit dem spanischen Goya-Preis für den besten Original-Soundtrack ausgezeichnet.

Sein erstes Album „Mundo Real“ kam im Jahr 2000 heraus und schien metaphorische Ergüsse in all jenen auszulösen, die den Sound von X beschreiben sollten. „Ein bisschen Babyface, ein bisschen Beatles, ein bisschen Neville Brothers“, so der Kommentar eines Kritikers, der in demselben begeisterten Review dann auch noch Grandmaster Flash und Massive Attack erwähnte.

„X Moré“ (2001) war eine Hip-Hop-Hommage an Beny Moré, während X auf seinem jüngsten Album „Civilización“ über traditionellen Bolero- und Mamba-Rhythmen rappt. „Ich glaube, dass diverse Stilrichtungen und Trends in mir zusammenlaufen, obgleich kubanische Trends vorherrschen“, erklärte X einmal. „Das hat mit dem Umfeld zu tun, in dem ich aufwuchs.“

Diskografie:

CIVILIZACION – 2005 – Nuevos Medios
DELIRIUM TREMENS – 2002 – Bis Music
X MORE – 2001 – Velas Records
MUNDO REAL – 2000 – Velas Records
und das neue Album REVOLUXION, geplant für Ende 2007

Auszeichnungen:
 - 2 spanische Musikpreise 2006: Bester lateinamerikanischer Newcomer & Bester Soundtrack für „Havanna Blues“
- Goya-Preis 2006, Bester Soundtrack für „Havanna Blues“
- Gran Premio de Cuba Disco 2005 und Primer Premio in den Kategorien Fusion, Video und Rap
- Cuba Disco 2003, Bester Soundtrack für „Delirium Tremens“
- Nominierung für den Latin Grammy 2002 für das Album „X Moré“, Kategorien: Bestes Hip-Hop-Album, beste Produktion
- Nominierung für den Latin Grammy 2001, Kategorien: Bester Song, bester Newcomer, bestes Popalbum für „Mundo real“

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
Kommentare
ruben
quiero comprar la discografia de X-ALFONSO i want to buy the X-ALFONSO Discografi me pueden ayudar can you help me
laje
fuerte la actitude
Alle Kommentare zeigen
Einen Kommentar hinzufügen
auch sehen
X Alfonso
Der Hafen von Havanna
Nachrichten
"Revoluxion" is the fifth and latest production of the artist X-Alfonso. An innovative mix of ...
KUMAR
Hip-Hop-Künstler
TELMARY
Sänger
  M-Alfonso
Sängerin und Komponistin
DOBLE FILO
Hip-Hop-Band
Interactivo
Timba-funk band
GENTE DE ZONA
Reggaeton-Trio
Carlos Varela
Sänger – Liedermacher
Los Van Van
Timba-Gruppe
Calle 13
Reggaeton band
KELVIS OCHOA
Sänger - Komponist - Produzent
YISSY
Musikerin - Perkussionstin
ROBERTO FONSECA
Jazzmusiker
OBSESIÓN
Hip-Hop Duo
X ALFONSO
Sänger - Komponist - Produzent
NACIONAL ELECTRÓNICA
Elektro-akustisches Duo
  Arema Arega
Sängerin - Komponistin
RAUL PAZ
Sänger - Komponist
WILLIAM VIVANCO
Sänger - Komponist
OGGUERE
Hip-Hop Duo
YUSA
Sängerin - Komponistin
YASEK MANZANO
Jazztrompeter
DESCEMER BUENO
Sänger - Komponist - Produzent
DANAY
Sängerin
CUBANITO 20.02
Kubanisches Ragga-Trio